Hautkrebsvorsorge /
Hautkrebsvorstufen

Die Hautkrebsvorsorge ist ein zentraler Bestandteil der dermatologischen Betreuung, um auffällige Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen. Gerade in der Schweiz, die die höchste Neuerkrankungsrate (Inzidenz) für Hautkrebs in Europa aufweist, kommt der regelmäßigen Kontrolle eine besondere Bedeutung zu. Im Rahmen dieser Früherkennung können auch Hautkrebsvorstufen wie z.B. aktinische Keratosen oder Morbus Bowen identifiziert und frühzeitig behandelt werden.

Hierfür stehen verschiedene effektive Therapieverfahren zur Verfügung, darunter Lokaltherapien mit speziellen Cremes, Kryotherapie (Vereisung), Kürettage sowie die photodynamische Therapie. Ziel ist es, betroffene Hautareale effektiv und gezielt frühzeitig zu behandeln und ein Fortschreiten hin zu invasiven Hautkrebs zu verhindern. Durch die Kombination aus konsequenter Vorsorge und bedarfsgerechter, effektiver Therapie lassen sich die Heilungschancen deutlich verbessern.

Akne

Akne vulgaris ist eine häufige, meist in der Jugend, aber auch später auftretende Hauterkrankung, die durch vermehrte Talgproduktion, Verhornungsstörung der Talgdrüsen sowie entzündliche Veränderungen wie Mitesser, Papeln und Pusteln gekennzeichnet ist.

Sie kann unterschiedliche Schweregrade aufweisen und betrifft neben dem Gesicht häufig auch Rücken und Dekolleté.

Die Behandlung umfasst neben Basismassnahmen wie Anpassung der Reinigungs- und Pflegeroutine je nach Ausprägung Lokaltherapien mit Cremes oder Gelen, ergänzend orale Medikamente zur Regulation der Talgproduktion und Entzündung. Ziel ist es, dass Hautbild nachhaltig zu verbessern, Entzündungen zu reduzieren und der Narbenbildung vorzubeugen. Vorhandene Narben können nach Abheilung der Akne behandelt werden.

Rosazea und Couperose

Couperose und Rosazea sind chronische Hauterkrankungen, bei denen es zu anhaltenden Rötungen, erweiterten Äderchen und teilweise entzündlichen Hautveränderungen im Gesichtsbereich kommt.

Während Couperose meist das Frühstadium mit sichtbaren Gefäßerweiterungen beschreibt, handelt es sich bei Rosazea um eine weiter fortgeschrittene Form mit zusätzlichen Symptomen wie Papeln, Pusteln oder Hautverdickungen.

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und umfasst neben allgemeinen Massnahmen wie das Vermeiden von Irritanzien und nachhaltigem Sonnenschutz spezielle medizinische Cremes zur Beruhigung der Haut sowie bei Bedarf Tabletten, die entzündungshemmend wirken.

Ergänzend kann eine Lasertherapie eingesetzt werden, um sichtbare Gefäße gezielt zu reduzieren und das Hautbild deutlich zu verbessern.

Ekzemerkrankungen

Ekzemerkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis, periorale Dermatitis oder Arzneimittelexantheme u.v.a. umfassen entzündliche Hautreaktionen, die häufig mit Rötung, Juckreiz und Hautirritationen einhergehen.

Nach einer genauen Diagnostik orientiert sich die Behandlung am individuellen Beschwerdebild und beinhaltet Lokaltherapien wie Cremes und Salben, ergänzend orale Medikamente sowie in ausgewählten Fällen eine UV- bzw. Lichttherapie zur Linderung der Entzündung, Stabilisierung Hautbildes und Besserung des Juckreizes.

Ein wichtiger Bestandteil des Therapiekonzepts sind zudem pflegerische Maßnahmen und der gezielte Schutz der Hautbarriere; auch allergologische Abklärungen können eine wesentliche Rolle spielen.

Psoriasis (Schuppenflechte)

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die sich durch gerötete, schuppende Hautstellen äußert und schubweise verläuft und für die Patienten häufig sehr belastend ist.

Diese Erkrankung betrifft häufig nicht nur die Haut: Es kann zu Gelenk-, Gefäss- und Herzbeteiligungen kommen.

Die Behandlung ist daher wichtig. Neben allgemeinen Massnahmen die Pflege der Haut und die Lebensgewohnheiten betreffend, richtet sich die Therapie nach Ausprägung und umfasst lokale Therapien wie Cremes und Lotionen, orale Medikamente sowie moderne Injektionstherapien (Biologicals), die gezielt und sicher in das Immunsystem eingreifen. Auch kann eine UV- bzw. Lichttherapie eingesetzt werden, um Entzündungen zu reduzieren und das Hautbild zu verbessern.

Infektiöse Hautkrankheiten

Infektionserkrankungen der Haut umfassen bakterielle, mykotische und virale Erkrankungen wie zum Beispiel Impetigo, Herpes-simplex- oder Herpes genitalis-Infektionen, Viruswarzen, Herpes zoster (Gürtelrose), Tinea corporis, Dellwarzen oder Dornwarzen u.a.. 

Eine fachgerechte Diagnostik ermöglicht die Einleitung einer individuell abgestimmten Therapie, um die Infektion rasch zu kontrollieren und Beschwerden zu lindern.

Die Behandlung erfolgt gezielt je nach Erreger und beinhaltet sowohl lokale Therapien wie Cremes oder Lösungen als auch – falls erforderlich – medikamentöse Behandlungen in Tablettenform. 

Allergologie

Die Allergologie befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen wie zum Beispiel Heuschnupfen, der Hausstaubmilbenallergie oder Kontaktallergien, die sich häufig durch Haut- und Schleimhautbeschwerden äußern.

Zur gezielten Abklärung kommen verschiedene Testverfahren wie der Pricktest und der Epikutantest zum Einsatz, um auslösende Allergene zu identifizieren. Darauf aufbauend erfolgt eine individuell abgestimmte Therapie, die sowohl medikamentöse Maßnahmen, Hyposensibilisierungen als auch Empfehlungen zur Allergenvermeidung umfasst.

Urtikaria

Urtikaria (Nesselsucht) ist eine Hauterkrankung, die durch plötzlich auftretende juckende Quaddeln und Schwellungen gekennzeichnet ist und sowohl akut als auch chronisch verlaufen kann.

Während die akute Form häufig vorübergehend ist, kann die chronische Urtikaria über längere Zeit bestehen und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt daher auf einer umfassenden diagnostischen Abklärung möglicher Auslöser und begleitender Faktoren. Ergänzend erfolgt eine individuell angepasste Therapie, um die Beschwerden effektiv zu kontrollieren und Schübe zu reduzieren.

Kinderdermatologie

Die Kinderdermatologie befasst sich mit Hauterkrankungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter, die oft besondere diagnostische und therapeutische Ansprüche stellen.

Häufige Krankheitsbilder sind unter anderem Ekzeme, Infektionen oder angeborene Hautveränderungen. In unserer Praxis legen wir großen Wert auf eine einfühlsame Betreuung sowie altersgerechte Diagnostik und Therapie, um sowohl die jungen Patientinnen und Patienten als auch deren Eltern bestmöglich zu unterstützen.

Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen der Haut entstehen, wenn das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift und dadurch entzündliche Veränderungen wie Rötungen, Blasenbildung oder Gewebeschäden verursacht.

Beispiele hierfür sind verschiedene seltenere, aber oft behandlungsbedürftige Hauterkrankungen mit teils chronischem Verlauf.

Hier ist eine individuelle Abklärung und Therapie, die je nach Krankheitsbild lokale und systemische Behandlungsansätze umfasst, erforderlich.